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Sicher oder nicht - Was macht mein...?
Investmentfonds bieten als Anlagevehikel Transparenz, Verfügbarkeit und Sicherheit und damit höchstmöglichen Anlegerschutz
News vom: 07.11.2013

Es ist gerade zwei Tage her, daß die Kriminalpolizei bei der Firmengruppe Infinus Durchsuchungen durchgeführt, umfangreiches Material beschlagnahmt und 6 Personen festgenommen hat. Noch ist überhaupt nicht klar, ob sich der Verdacht des Betruges bestätigt, insofern gilt auch hier die Unschuldsvermutung. Möglicherweise erleben wir allerdings nach S & K und Wölbern Invest bereits den dritten Anlageskandal in diesem Jahr.
Wir möchten dies zum Anlaß nehmen den Investmentfonds anhand verschiedener Kriterien zu beleuchten.


1. Transparenz

Investmentfonds informieren den Anleger regelmäßig, in welche Anlagen investiert wurde. Das monatliche Factsheet ist zum Standard geworden. Viele Anbieter informieren auch per regelmäßigem Investmentkommentar. Darüber hinaus findet der Anleger im Halbjahres- und Jahresbericht eine komplette Aufstellung der vom Fonds gehaltenen Wertpapiere.

Bei geschlossenen Beteiligungen (z.B. KG oder GbR Fonds) erfährt der Anleger normalerweise einmal jährlich wie es mit dem Investment steht. Klassische Renten- und Lebensversicherungen lassen den Sparer über die getätigten Anlagen komplett im Unklaren. Aufgeklärte Anleger wissen, daß der Großteil der Versichertengelder in Anleihen investiert wird, mehr aber auch nicht. Bei den Orderschuldverschreibungen der Infinus-Gruppe wurden Anleger informiert, daß in Immobilien, Lebensversicherungen, Unternehmensbeteiligungen und Edelmetalle investiert wurde. Ein konkretes Portfolio wurde allerdings nicht veröffentlicht.



2. Bewertung und Verfügbarkeit

Die Wertentwicklung eines Investmentfonds kann täglich vom Anleger und auch vom Interessenten nachverfolgt werden. Ganz wenige Fonds haben keine täglichen Kurse, z.B. Dach-Hedgefonds nur monatliche oder wöchentliche. Somit ist man als Anleger jederzeit über den Wert informiert. Ebenso kann der Fonds dann auch täglich ge- und verkauft werden. Der Anleger legt sich also nicht auf eine bestimmte Laufzeit fest.

Bei einer Beteiligung ist die Bewertung sehr schwierig. Der Anleger kann ein wenig an der Ausschüttung beurteilen, ob sein Investment „läuft“ oder nicht. Allerdings ist es nicht klar, was die vom geschlossenen Fonds gekauften Immobilien, Flugzeuge, Schiffe, Filme, Container, Solaranlagen oder andere Wirtschaftsgüter aktuell tatsächlich wert sind und welchen Preis sie beim Verkauf erzielen. Die Verfügbarkeit ist in der Regel ebenso nicht gegeben. Insbesondere, wenn es zu Problemen im Fonds kommt, wird ein Verkauf praktisch unmöglich. Da hilft auch ein Zweitmarkt nicht mehr viel.

Eine Versicherung informiert den Sparer jährlich über den Wert der Police. Eine Kündigung des Vertrages ist jederzeit möglich, allerdings verliert der Anleger dann Boni und Überschüsse. Die Berechnung des Rückkaufwertes ist ebenso kaum nachvollziehbar.

Anleihen und auch die Orderschuldverschreibungen der Infinus-Gruppe haben eine feste Laufzeit von 3 Monaten bis 10 Jahren. In dieser Zeit kann der Anleger nur schwer an sein Geld, es sei denn es findet ein Börsenhandel statt. Im Falle von Infinus war dies übrigens nicht der Fall.



3. Sicherheit

Anleger in einem Investmentfonds haben keinerlei Garantie bezüglich der Entwicklung Ihres Fonds oder auf Ausschüttungen. Der Investor ist also komplett von der Entwicklung und dem Management der Wertpapiere im Fonds abhängig. Die einzige Ausnahme bilden Garantiefonds. Hier wird zum Ablauf ein bestimmtes Kursniveau von 100% oder auch niedriger garantiert. Allerdings ist diese Garantie von der Solvenz des Garantiegebers abhängig; sollte dieser ausfallen, so entfällt auch die Garantie. Das Fondsvermögen wird ansonsten als Sondervermögen getrennt vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft gehalten. Das bedeutet, sollte die Kapitalanlagegesellschaft oder die Vermögensverwaltungsgesellschaft ausfallen, so sind die vom Fonds gehaltenen Wertpapiere davon völlig unberührt und in vollem Umfang vorhanden.

Anders ist dies bei Orderschuldverschreibungen und auch Anleihen. Hier trägt der Anleger das Emittentenrisiko. Wird der Emittent zahlungsunfähig, so wirkt sich dies auch für den Anleger aus. Der Kupon, also die meist jährliche Ausschüttung, und die Rückzahlung geraten in Gefahr. Übrigens, diesen Kupon sollte der Anleger nicht fälschlicherweise als Zins mißverstehen, wie er ihn von der Bank her kennt. Im Gegensatz zu Anlagen bei einer Bank gibt es für Anleihen oder Schuldverschreibungen keine Entschädigungseinrichtung.

Im Falle einer Versicherung übernimmt der Versicherer Garantien für den Anleger. Auf den Sparanteil erhält der Anleger einen Garantieverzinsung, bei der Verrentung eine Garantierente oder im Todesfall eine Auszahlung eines vereinbarten Betrages an die Hinterbliebenen. Sollte der Versicherer in Schwierigkeiten geraten, so tritt Protektor als Sicherungsfonds ein. Vom Volumen her kann dieser allerdings nur kleine Gesellschaften „auffangen“. Für den Versicherten gibt es allerdings ein weiteres weniger bekanntes Risiko: der Versicherer kann die Auszahlung reduzieren und auch ganz stoppen, um nicht pleite zu gehen! Durch die Änderung des §89 VAG (Versicherungsaufsichtsgesetz) ist dies sogar gesetzlich verankert (LINK).


Der Investmentfonds schneidet aus unserer Sicht in allen Punkten hervorragend ab. Über verschiedene Bankenplattformen sind Anteile an Fonds bereits ab 25,- EUR zu erwerben und somit für kleine wie große Anleger zugänglich. Insbesondere für Anleger, die sich nicht täglich mit Ihrer Anlage beschäftigen möchten oder können und eine Streuung des Kapitals wünschen, bieten sich Investmentfonds als Investmentvehikel geradezu ideal an.

 

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