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Wieso Hedge?
Was hat der Anleger von Investments mit "Hedge" und wie funktioniert aktives Risikomanagement?

Im Frühjahr 2005 rückte Franz Müntefering den Begriff „Hedgefonds“ ins Licht der Öffentlichkeit. Diese Investments haben allerdings mit den von ihm zitierten Heuschrecken so gut wir gar nichts zu tun. „To hedge“ bedeutet im Englischen „absichern“.  Hedgefonds streben das Ziel an – unabhängig von den Bewegungen der Kapitalmärkte – jedes Jahr einen positiven Ertrag zu erzielen.

Die Möglichkeiten der Absicherung des Portfolios respektive der aktiven Risikostreuung wird auch von vielen anderen Fonds und Anlagevehikeln genutzt, die nicht als Hedgefonds im klassischen Sinne bezeichnet werden. Diese Finanzprodukte zeichnen sich durch eine große Flexibilität in der Auswahl der Investments und bei Kauf- und Verkaufsentscheidungen aus.

Als wichtige Vertreter sind zu nennen: Absolute Return Fonds, vermögensverwaltende Fonds, Hedgefonds, Managed Futures/CTA, Forex- und andere Handelssysteme. Diese sehr verschiedenen Finanzprodukte streben an, unabhängig vom „Wetter“ an den Finanzmärkten jährlich einen Wertzuwachs zu erzielen oder zumindest – bei extrem schlechten Bedingungen - etwaige Verluste sehr klein zu halten. Darüber hinaus strebt ein Teil der Produkte außergewöhnlich hohe Renditen an. Hier müssen Investoren dann auch mit entsprechend höheren Risiken rechnen.








Wieso ist Verlustbegrenzung so wichtig?

Die Begrenzung der zwischenzeitlichen Verlustphasen ist insbesondere aus zwei Gründen wichtig.

Erstens liegt dies in der Asymmetrie von Verlusten und Gewinnen begründet. Um beispielsweise einen Verlust von 20% wieder aufzuholen, bedarf es eines Gewinnes von 25%. Bei einem Verlust von 50% muss das Investments bereits 100% zulegen (Verdoppelung!), um wieder auf dem alten Stand zu sein. So wird deutlich, daß es sehr von Vorteil ist, die Rückschläge im Rahmen zu halten, denn der Weg zurück wird mit steigendem Verlust umso beschwerlicher.

Zweitens ist es von der emotionalen Seite aus betrachtet wichtig Verluste zu begrenzen. Die größte Fehlerquelle für Anlageentscheidungen (Kauf wie Verkauf) liegt in unserer Gefühlswelt. Risiken werden bei Verlustängsten zu stark in den Vordergrund gerückt. Bei Gewinnen, ganz besonders bei hohen Gewinnen, neigen wir dazu im Überschwang die Risiken eines Investments stark zu vernachlässigen. Wenn wir die Aufgabe des Ein- und Ausstiegs auf eine Vielzahl von Profis verteilen, werden wir mit unseren Investments eine deutlich stressfreiere Zeit erleben.



   



Wie kann man eine aktive Steuerung erreichen?

Vermögensverwalter und Fondsmanager bedienen sich zur aktiven Steuerung und Verlustbegrenzung des Portfolios einer großen Auswahl an Möglichkeiten. Hierzu zählen unter anderem:
  - Sehr flexible und zeitnahe Änderung des Portfolios,
      z. B. Reduzierung der Aktienquote
- Selektion der Segmente, die das meiste Aufwärtspotential mitbringen
- Absicherung durch den Einsatz von Derivaten wie Futures oder Optionen
- Hebelung durch Derivate
- Eingehen sowohl von Long- als auch Short-Positionen z.B. durch Futures oder ETFs
- Stopp-Setzung zur Verlustbegrenzung

In nahezu allen Verwaltungskonzepten kommen selbst entwickelte quantitative Handelssysteme und –Algorithmen zum Einsatz. Auch Profis tun sich bei der Entscheidungsfindung allein aufgrund der eigenen unabhängigen Erfahrung sehr schwer. Die Fehlerquelle Emotion gilt auch für sie.

Eine Orientierung an einer Benchmark wie beispielsweise dem deutschen Aktienindex DAX – dies ist beim überwiegenden Teil der klassischen Fonds der Fall – wäre kontraproduktiv. Denn es bringt dem Anleger wenig, wenn beispielsweise der Index bei –25% liegt, sein Fonds dafür „nur“ 20% verloren hat. Stabilität und Verlustbegrenzung auch in turbulenten Börsenzeiten ist vorrangig. Das Boot der Anleger soll clever und überlegt auch im Sturm gesteuert werden und nicht dem Spiel der Wellen überlassen bleiben.

Wir können beobachten, daß sich die verschiedenen Konzepte in unterschiedlichen Marktumfeldern wohl fühlen und mehr Performance erzielen oder weniger verlieren. Da Ihnen niemand eine Garantie für das Eintreffen einer bestimmten Wertentwicklung geben wird, empfehlen wir jedem Anleger gerade vor diesem Hintergrund, sein Kapital auf eine Vielzahl von Finanzprodukten zu streuen. Selbst der Totalverlust eines Produktes wird dann niemanden „aus der Bahn werfen“ können.

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